Medizin

Apotheker – ein spannender und hochqualifizierter Beruf

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In einer Apotheke arbeiten Menschen, die eine Vielzahl von unterschiedlichen Ausbildungen haben können. Der Zugang zum Apothekerberuf ist in Deutschland vom Bundesministerium für Gesundheit und in verschiedenen Gesetzen geregelt.

Der Inhaber einer Apotheke muss ein ausgebildeter Apotheker sein. Apotheker ist ein freier Beruf, welcher ein Hochschulstudium der Pharmazie  und ein anschließendes 12-monatiges Praktikum voraussetzt. Die Hälfte des Praktikums muss in einer öffentlichen Apotheke abgeleistet werden. Die restlichen sechs Monate des Praktikums können auch in einem Krankenhaus oder in einem Betrieb der pharmazeutischen Industrie verbracht werden. Danach muss der angehende Apotheker eine Staatsprüfung ablegen, welche in drei Teile gegliedert ist. Ein Interesse an Naturwissenschaften, wie Chemie und Biologie, ist eine Grundvoraussetzung beim Ergreifen dieses Berufes. Ein Apotheker lernt in der Universitätsausbildung unter anderem wie Arzneimittel hergestellt werden. Er ist also auch in der Lage, selbstständig Medikament anzumischen. Hergestellt werden in Apotheken beispielsweise Salben, Tinkturen, Zäpfchen und Tabletten nach individuellen Rezepten. Er berät die Kunden zur Anwendung, Dosierung und möglichen Nebenwirkungen von Medikamenten. Außerdem ist er auch für die wirtschaftlichen Aspekte wie den Einkauf der Produkte und die Abrechnung mit den Krankenkassen zuständig. Apotheker arbeiten aber nicht nur in der Apotheke auf der Einkaufsstrasse, sie können auch in pharmazeutischen Unternehmen, Krankenhäusern oder in der Forschung tätig sein. Apotheker bilden sich in der Regel ständig weiter, um die Entwicklungen im Bereich der Arzneimittelforschung im Blick zu haben.

Ein pharmazeutisch-technischer Assistent (PTA) hat ein ähnliches Aufgabengebiet wie ein Apotheker. Allerdings kann er nicht die Leitung der Apotheke übernehmen. Ein PTA unterstützt den Apotheker beim Verkauf und bei der Herstellung von Arzneimitteln. Das heisst, er verbringt seinen Arbeitsalltag sowohl hinter der Verkaufstheke mit der Beratung von Kunden als auch im hauseigenen Labor der Apotheke. Auch administrative Aufgaben und die Überwachung des Warenbestandes fallen in den Aufgabenbereich eines PTA. Er oder sie übernimmt auch einfache Untersuchungen, wie z.B. Blutdruckmessen. Die Ausbildung zum pharmazeutisch-technischen Assistenten findet allerdings nicht an Universitäten, sondern an Berufsschulen statt. Auch für diesen Beruf ist ein Interesse an den Naturwissenschaften Pflicht.

Weiterhin gibt es für den kaufmännischen Teil der Arbeit in einer Apotheke den Beruf des pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten (PKA). Der oder die PKA übernimmt Verwaltungs- und organisatorische Aufgaben. Ein wichtiger Teil seiner Arbeit ist die Buchhaltung, aber auch die schriftliche Korrespondenz und die Warenwirtschaft. PKA können auch in pharmazeutischen Unternehmen oder auch in Drogerien arbeiten.Die Ausbildung zur PKA findet im dualen System in der Berufsschule und in der Apotheke statt. Voraussetzung für diesen Beruf ist ein gutes Zahlenverständnis und gute Leistungen in Mathematik.

Für junge Menschen mit einem starken Interesse an Naturwissenschaften und mit dem Wunsch einen Beruf von Bedeutung für die Gesellschaft zu ergreifen ist das Feld der pharmazeutischen Berufe also äußerst attraktiv. Zudem wird der Gesundheitssektor auch in der Zukunft weiter wachsen.