Medizin

Notdienst und Hilfe nach Ladenschluss

Krankheiten halten sich nicht an die Öffnungszeiten von Apotheken und Arztpraxen. Aus diesem Grund ist ein Notdienst der Apotheken vorgesehen, welcher den Menschen in Deutschland zumindest eine Notfall-Versorgung auch nach Ladenöffnungszeiten gewährleistet.

In Deutschland regeln verschiedene Gesetze den Notfalldienst der Apotheken, insbesondere das Apothekengesetz, die Apothekenbetriebsordnung und das Ladenschlussgesetz. In vielen Gemeinden Deutschlands wechseln sich die Apotheken turnusmässig ab, die Dienstbereitschaft nach den üblichen Ladenöffnungszeiten – also in der Nacht oder an den Wochenenden – zu übernehmen. Der Notdienstplan wird im Internet und in den Lokalzeitungen veröffentlicht. Eine solche Aufstellung bezeichnet man auch als Notdienstkalender. Jede Apotheke muss außerdem mit einem Aushang während der Schließzeiten auf die nächstgelegene geöffnete Apotheke hinweisen. Zudem finden sich auch im Internet bestimmte Apotheken-Suchseiten auf denen man nach einer nahegelegenen Apotheke mit Nacht- oder Wochenenddienst suchen kann.

Während des Notdiensts darf die Apotheke nicht nur mit reinem Verkaufs- oder Laborpersonal bemannt sein, es muss grundsätzlich auch mindestens ein Apotheker anwesend sein, der pharmazeutische Beratungsleistungen übernimmt. Apotheken dürfen bei Inanspruchnahme des Notdienstes eine allgemeine Gebühr von 2,50 Euro, die sogenannte Notdienstgebühr, berechnen. Zudem dürfen Apotheker im Notdienst nur Medikamente und nicht etwa Drogerieartikel oder Kosmetika verkaufen.